Felix Krajewski

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Vita Felix Krajewski

Felix Krajewski (*17. Januar 1900 in Neunkirchen (Saar) – †15. August 1989 in Berlin) studierte Theologie in Trier und wurde am 12. August 1923 zum katholischen Priester geweiht. Danach arbeitete er als Kaplan an verschiedenen Orten, darunter in St. Clemens in Mayen oder , ab 1932, der St. Elisabeth in Berlin-Hakenfeld. Ab Novemeber 1936 arbeitete Felix Krajewski als Kuratus in der Frohnauer Gemeinde. »Seinen ersten Gottesdienst in der Senheimer Straße hielt er am 31. Januar 1937“, schreibt Klaus Pegler in seinen Frohnauer Notizen und bezeichnete den Monsignore Felix Krajewski als Pfarrer in Reichweite.
Felix Krajewski war ein großer Verehrer der Heiligen Hildegard von Bingen. Im 1. Weltkrieg diente er, im 2. machte er sich bei den Nationalsozialisten keine Freunde. Er widersetzte sich den Befehlen des Regimes und entgegen des Verbots Religionsunterricht an den Schulen zu erteilen, richtete er Räume ein, in denen die Kinder Seelsorge erhalten konnten. Er hielt Messen für die Zwangsarbeiter ab und sprach ihnen auf diese Weise Mut und Trost zu.
1963 erhielt Felix Krajewski den Ehrentitel „Geistlicher Rat”, neun Jahre später folgte der Titel „Päpstlicher Ehrenkaplan”, der ihm die Anrede Monsignore einbrachte.[1] Auch nach dem Krieg blieb er Ansprechpartner und Trostspender für seine Gemeindemitglieder. Sein Leben widmete er dem Gottesglauben, dabei war es ihm ein großes Anliegen den Kleinsten diesen näher zu bringen. Er unterrichtete und unterstützte Kindergärten und Schulen. Zudem schrieb er religiöse Ratgeber für Kinder. 1975 ging er in Rente, blieb seiner Gemeinde jedoch treu und stand bis zu seinem Tod als Ratgeber und Unterstützer zur Verfügung.

Beziehung zu Lore Friedrich-Gronau

Butzon & Bercker Verlag, Kevelaer, 1936

1936 erschien im Butzon & Bercker Verlag mit Sitz in Kevelaer das Büchlein »Lerne beten, Kind!« von Felix Krajewski zu dem Lore Friedrich-Gronau die Illustrationen anfertigte. Durch diese Verbindung entstand eine langjährige Freundschaft, in der sich Lore häufig an Felix Krajewski hilfesuchend wand. Sie trafen sich das erste Mal persönlich in Berlin in der Wohnung von Lore am Kurfürstendamm noch vor dem zweiten Weltkrieg und danach bei Fritz Klimsch in Schöneiche in Friedrichshagen. Später besuchte Felix Krajewski das Ehepaar Gronau auch in Bad Kissingen und im Atelier der Abtei Münsterschwarzach. Ihm – ebenso wie Rosl Schmitt – vertraute Lore Friedrich-Gronau ihr innigstes Geheimnis an. Sie hatte eine religiöse Erscheinung und sah darin Madonnas Ruf zur katholischen Religion zu wechseln. Dieses Erlebnis prägte ihr weiteres Leben und spiegelte sich auch in ihren Arbeiten wider. Mit Felix Krajewski pflegte Lore eine tiefe Freundschaft, in der er der Seelsorger für sie, der Beichtvater, der Psychotherapeut und beste Freund war. Eine religiöse Beziehung, die – so scheint es – endete, als Lore in die Abtei zog. Der letzte Brief stammte vom 12.12.1968, in dem er ihr sein Beileid zum Tod ihres Vaters aussprach.

Veröffentlichungen von Felix Krajewski (Ausschnitt)

  • "Seelsorgenot und Liturgie (Die Frage der Mischehe)", Artikel in "Der Seelsorger", März 1928
  • "Christus bei den Kindern: Neue Kinderpredigten", Buch, Herder & Co. 1934
  • "Lerne beten, Kind!", Buch, Butzon & Bercker, Kevelaer 1936 (Weitere Auflagen, u.a.: 1937, 1952, 1954, 1955, 1956, 1958, 1960, 1972), mit zahlreichen Illustrationen von Lore Friedrich-Gronau
  • "Der kirchliche Religions­unterricht als Lebensvorgang in der Kinderseelsorge", Artikel in: "Das Kind in der Kirche Christi. Religiöse Formung des Kindes durch den kirchlichen Religionsunterricht" von Elfriede Matzner, Freiburg 1942
  • "Die Straße der Wunder. Die Heilige Schrift spricht zu den Kindern"., Buch, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer 1955 [Übersetzung ins Niederländische 1959]
  • "Das Leben Jesu - Den Kindern von heute erzählt", Buch, Butzon & Berker, Kevelaer 1958 (Weitere Auflagen: 1959, 1961)

Quellenverzeichnis

  • Briefe aus dem Nachlass Lore Friedrich-Gronau
  • Booklooker.de, ZVAB.de

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Frohnauer Geschichten von Klaus Pegler, Webseite